Es ist die erste große Ausstellung in Deutschland, die sich Correggio widmet. Neben Leonardo, Raffael und Michel-angelo zählt er zu den Schlüsselfiguren der italienischen Malerei des 16. Jahrhunderts.  

Die Dresdner Ausstellung rückt diesen nie vergessenen, aber heute weniger bekannten Meister in den Mittelpunkt eines großen Panoramas der Renaissance-Malerei. Die Gemäldegalerie Alte Meister ist dafür der ideale Ort: Mit insgesamt vier der größten Tafelgemälden von Correggio besitzt sie den weltweit umfangreichsten Bestand an Altargemälden von seiner Hand. Diese großen Altäre bilden den Ausgangspunkt der Schau.  

In sieben Kapiteln entfalten sich die unterschiedlichen Facetten und Phasen seines Werks. Insgesamt sind etwas 20 Gemälde und weitere 20 Zeichnungen von Correggio selbst zu sehen, dazu zahlreiche Grafiken, Skulpturen und Textilien. Gemälde von Zeitgenossen und Künstlern, die sich von ihm inspirieren ließen, darunter Parmigianino, Peter Paul Rubens, Carlo Maratti und Anton Raphael Mengs, ergänzen die Präsentation und veranschaulichen die Strahlkraft seiner Kunst.  

Bedeutende Leihgaben kommen aus internationalen Museen wie dem Prado in Madrid, der National Gallery in London, der Galleria Borghese in Rom, den Uffizien in Florenz oder dem Kunsthistorischen Museum in Wien. Aus dem Louvre reisen gleich zwei Hauptwerke nach Dresden, was als ein seltener Glücksfall bezeichnet werden kann: Neben „Venus und Cupido mit Satyr“ (um 1526/1528), wird Correggios „Mystische Vermählung der heiligen Katharina mit heiligem Sebastian“ (um 1525/1527) in der Ausstellung gezeigt, ein Gemälde, das seit seinem Eingang in die Sammlung noch nie außerhalb des Pariser Museums zu sehen war. 

Ein besonderer Höhepunkt ist die Präsentation von Correggios „Madonna des heiligen Sebastian“ (um 1524), die in den vergangenen Jahren im Schauatelier der Gemäldegalerie Alte Meister restauriert wurde und nun wieder in seiner ursprünglichen farblichen Brillanz erstrahlt. Dem Prozess der Restaurierung und der maltechnischen Untersuchung widmet die Ausstellung ein eigenes Kapitel. 

Auch ein Besucherliebling aus der Dauerausstellung der Gemäldegalerie ist zu sehen, die „Heilige Nacht“ (um 1528/30). Die monumentale Altartafel galt im 18. Jahrhundert als das bedeutendste Werk der Dresdner Gemäldesammlung. Hier wird sie nun zusammen mit anderen Werken gezeigt, in denen sich Correggio mit Hell-Dunkel-Effekten auseinandersetzt, sowie mit Arbeiten anderer Künstler, welche die breite Wirkungsgeschichte von Correggios berühmtestem Gemälde veranschaulichen.  

Der heilige Sebastian.

Die Heilige Nacht

Correggios grandiose Fresken an verschiedenen Orten in Parma sind ein bedeutender Teil seines künstlerischen Schaffens und dürfen in einer Überblicksschau nicht fehlen, auch wenn sie ortsgebunden sind. Zu diesem Zweck haben die SKD sie in der Kirche San Giovanni Evangelista sowie im Dom Santa Maria Assunta mithilfe einer Drohne umfassend fotografisch neu erfasst. Die Bilder konnten zu einem digitalen 3D-Modell zusammengesetzt werden, welches sich als Projektion in der Ausstellung findet. So erlebt das Publikum auf spektakuläre Weise die Kuppel-Fresken so nah wie nie zuvor

Führungen in der Correggio-Ausstellung

Entdecken Sie Correggios Meisterwerke in einer exklusiven Führung.